Eine Gefahr auch für Hunde: Blaualgen

Aktuell hören und lesen wir immer wieder von den Gefahren eines Gewässers, welches durch Blaualgen besiedelt ist.

Uns Menschen wird in den Medien vom Baden in gewissen Seen abgeraten, jedoch können Blaualgen in wirklich jedem Teich auftreten und stellen eine Gefahr, auch für unsere Hunde dar. Man sollte als Hundehalter also wissen, woran man sie erkennen kann und welche Risiken bestehen.

Was sind Blaualgen?

Hört man den Begriff Blaualgen, denkt man zuerst an Wasserpflanzen, die wir in vielen Fällen mit dem bloßen Auge erkennen können. Bei Blaualgen, auch Cyanobakterien genannt, handelt es sich, wie die andere Bezeichnung schon sagt, um Bakterien. Die Bakterien sondern ein Toxin ab, welches für andere Lebewesen, also auch Hunde, gefährlich werden kann. Diese sind einzeln nicht mit dem bloßen Auge erkennbar.

Wie kann ich erkennen, ob ein Gewässer von Blaualgen befallen ist?

Geht man gerne mit seinem Hund zum See, an dem auch das Baden für uns Menschen erlaubt ist, wird man sehr wahrscheinlich schnell über soziale Medien, Radio und aus der Zeitung von einem Blaualgenproblem erfahren. Denn durch das große Gesundheitsrisiko für uns Menschen wird ein Befall schnell festgestellt und das Baden in diesem Gewässer verboten, bis dieses wieder als blaualgenfrei gilt. Man erkennt ein Badeverbot an den aufgestellten Schildern.

Für uns Hundehalter ist es aber so eine Sache, nicht jeder hat einen echten Badesee, an dem Hunde erlaubt sind vor der Tür und daher zieht es uns eher zu kleinen Teichen. Diese Teiche werden aber in den seltensten Fällen auf Blaualgen überprüft, also werden wir von einem potentiellen Fall von Cyanobakterien nicht einfach so erfahren. Daher ist es wichtig, zu wissen wie man die giftigen Bakterien erkennt.

Anders als man es dem Namen nach vermutet, sind Blaualgen eher grün als blau. In einigen Fällen sammeln sich Blaualgen und bilden dabei Teppiche und Schlieren an der Gewässeroberfläche, welche dann grünlich bis blau schimmern können. Wenn das nicht gegeben ist, erkennt man es, wenn man bis zu den Knien im Wasser steht und die Füße nicht mehr zu erkennen sind. In beiden Fällen, oder wenn man sich unsicher ist, sollte man es vermeiden seinen Hund dort ans oder ins Wasser gehen zu lassen.

Wo können sich Blaualgen ansiedeln?

Cyanobakterien kommen vor allem in Süßwassergewässern und Feuchtböden vor, können aber auch in Meerwasser, auf Baumrinden und Gesteinen nachgewiesen werden. Am häufigsten sind flache, warme und ruhige Gewässer von den Blaualgen betroffen. Auch Pfützen können also befallen sein, hier ist besondere Vorsicht geboten! Besonders durch den Klimawandel und die damit einhergehenden höheren Temperaturen, sind in immer mehr Seen und anderen Gewässern Blaualgen nachweisbar. Cyanobakterien sind also vorwiegend im Sommer ein Problem.

Ursachen für Blaualgen

Wie schon erwähnt, hat das Wetter einen entscheidenden Einfluss auf eine Blaualgenpopulation. Jedoch hat der Mensch mindestens, wenn nicht sogar die Hauptschuld an Blaualgen. Müll, Abwasser, Schadstoffe und andere auf unerlaubte Art in und am Wasser entsorgte Dinge, fördern die Verbreitung der Cyanobakterien. Die Landwirtschaft greift heute zu Düngemitteln, Stickstoff, Phosphor und Co., um unsere Nahrungsmittel immer effektiver produzieren zu können, Blaualgen profitieren ebenso davon und vermehren sich dadurch rasant.

Warum sind Blaualgen so gefährlich für Hunde?

Einen durch Blaualgen hervorgerufenes Krankheitsbild wird häufig nicht als solches erkannt. Man denkt bei gewissen Symptomen zunächst an alles, aber selten an Blaualgen. Eine Vergiftung beim Hund durch Blaualgen ist auch schwierig zu diagnostizieren, denn die Symptome sind äußerst vielseitig und können von Hund zu Hund unterschiedlich ausgeprägt sein. So ist es bislang nicht selten vorgekommen, dass Hundehalter quasi vom Tod des Hundes überrascht wurden, da wie schon gesagt, die unterschiedlichsten Anzeichen auftreten können. Niemand, der täglich an einem bislang sauberen Teich mit seinem Hund spazieren geht, denkt direkt an eine Vergiftung durch Cyanobakterien.

Symptome einer Blaualgenvergiftung beim Hund

  • Schwäche
  • Helle Schleimhäute
  • Orientierungslosigkeit
  • Erhöhter Speichelfluss
  • Zittern
  • Starre
  • Lähmungen
  • Krampfanfälle
  • Atemnot
  • Erbrechen
  • Durchfall (blutig/schwarz)
  • Bewusstlosigkeit

Bei o.g. Anzeichen einer Vergiftung durch Blaualgen beim Hund, sollte man sofort einen Tierarzt aufsuchen, um den Tod des Tieres durch Lähmung der Atmung möglichst noch vermeiden zu können. Da eine Vergiftung aber eine Vielzahl unterschiedlicher Symptome zeigen kann, können sich im Verlauf auch andere Anzeichen zeigen. Im Zweifel immer einen Tierarzt aufsuchen und vor allem den Verdacht auf eine Vergiftung durch Cyanobakterien äußern.

Was tun, wenn ein Hund mit Blaualgen in Kontakt gekommen ist?

Manchmal geht es einfach schnell, der Hund ist beim Spaziergang nicht angeleint, läuft vor und steht schon im Wasser! Am Tag zuvor war noch kein Anzeichen von Blaualgen erkennbar, dafür heute umso mehr. Wir als Hundehalter fragen uns, was wir nun tun können. Zu allererst, sollte darauf geachtet werden, den Hund nicht am nassen Fell lecken zu lassen, so würden die gefährlichen Bakterien schnell über die Schleimhaut aufgenommen. Der Hund sollte schnellstens abgeduscht werden, um die Bakterien abzuspülen. Dabei muss darauf geachtet werden, nicht selbst damit in Kontakt zu kommen, Gummihandschuhe können hier hilfreich sein. In jedem Fall sollte nun ein Tierarzt zu Rate gezogen werden, noch ehe sich möglicherweise Symptome zeigen. Eine Vergiftung durch Blaualgen endet nicht selten tödlich für den Hund.

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