Ein präpariertes Würstchen liegt am Straßenrand
Ratgeber

Giftköder

Es scheint leider zum Trend unter Hundehassern zu werden – Das Auslegen von Giftködern.

Bei uns, wie auch in vielen anderen deutschen Städten, häufen sich die Meldungen über Giftköder aktuell leider mal wieder! Mittlerweile gibt es neben Zeitungsartikeln in den Lokalteilen, Hinweise in Facebook-Gruppen und spezielle Apps die vor Giftködern warnen. Jeder verantwortungsbewusste Hundehalter sollte diese Meldungen aufmerksam lesen und ggf. die betroffenen Gebiete weitestgehend meiden.

Schützen können wir unseren Hund aber nicht nur, wenn wir uns andere Wege für unsere Spaziergänge suchen (Auch hier können Giftköder ausliegen). Wir müssen stets ein Auge auf unseren Hund haben, denn die Aufnahme eines so lecker duftenden am Wegesrand platzierten Hackfleischbällchen gespickt mit Nägeln geht leider viel zu schnell! Natürlich kann man seinem Hund auch durch Trainingsmethoden beibringen, nicht alles zu fressen was lecker duftet, dass stellt sich aber meistens sehr schwierig dar. Deshalb raten wir zu Maßnahmen wie den Hund nur noch an der kurzen Leine zu Führen und eventuell sogar einen speziellen Anti-Giftköder-Maulkorb anzulegen.

Woran erkennt man, dass der Hund möglicherweise einem Giftköder zum Opfer geworden ist?

  • Atembeschwerden
  • Schwankender Gang
  • Starker Speichelfluss
  • Durchfall
  • Erbrechen

Neben diesen und anderen möglichen Vergiftungserscheinungen kann ein ausgelegter Köder aber auch ohne äußerlich sichtbare Symptome zu einem qualvollen Tod des Tieres führen. Rasierklingen und andere Scharfe Gegenstände verletzen die Organe des Verdauungstraktes und führen zu inneren Blutungen.

Bei Verdacht auf eine Vergiftung oder andere durch einen Köder verursachten Schaden, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Nur ein Tierarzt kann die notwendigen Maßnahmen einleiten! Niemals erst mit Hausmitteln versuchen dem Hund zu helfen, bei einem Verdacht zählt jede Minute! Wenn möglich, kann man das Erbrochenes oder auch die Kotausscheidungen direkt mit zum Tierarzt nehmen, denn Rückstände sind hier meist schneller und besser erkennbar, so kann der Tierarzt direkt die richtigen Gegenmaßnahmen einleiten um dem Hund zu helfen!

Sollte sich der Verdacht bestätigen, muss die Polizei über den Vorfall informiert und Anzeige erstattet werden.
Auch wenn man einen Giftköder entdeckt, muss die Polizei umgehend informiert werden, denn nur so können andere Hundehalter gewarnt werden.

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