Hund und Klimaanlage oder Ventilator

Klimaanlagen sind schon eine tolle Erfindung, draußen sind es über 30 Grad und man kann seinen Wohnraum oder sein Auto schnell und einfach per Knopfdruck um einige Grad abkühlen. Auch Ventilatoren bringen etwas frischen Wind, wenn die Temperaturen steigen. Solche Geräte sind schon eine gute Sache, wenn man seinem Hund und auch sich selbst damit Abkühlung verschaffen möchte. Aber sind Klimaanlagen und Ventilatoren wirklich gut, oder sind sie gar schädlich für unsere Hunde?

Der Sommer kommt aktuell mit Macht zurück, eine erneute Hitzewelle wurde angekündigt. An solchen Tagen freut man sich über jeden klimatisierten Raum und flüchtet sich gern dorthin. Hundebesitzer sollten allerdings vorsichtig sein, denn Ventilatoren und Klimaanlagen bieten ein potentielles Risiko für unsere Hunde, das gilt sowohl für Wohnräume als auch für Autos, in denen sich unsere Vierbeiner gemeinsam mit uns aufhalten. Während uns Menschen die Abkühlung in der Regel meist guttut, haben Hunde an heißen Tagen andere Bedürfnisse und können durch die Geräte sogar krank werden.

Sind Ventilatoren und Klimaanlagen schädlich für Hunde?

Während wir Menschen durch Klimaanagen und Ventilatoren verursachter Zugluft einfach aus dem Weg gehen können, bzw. die Geräte abstellen können und auch bewusst wahrnehmen, dass es draußen um einige Grad heißer sein wird, können unsere Hunde der kühlen Luft nicht so einfach entwischen. Natürlich können sie dem Luftzug, zumindest in der Wohnung, einfach aus dem Weg gehen, jedoch werden die meisten Hunde es einfach nicht tun. Im Auto ist das überhaupt nicht möglich, denn der Hund kann sich dort nicht einfach in einen anderen Raum verziehen. Viele Hunde genießen es sogar, es sich zuhause auf einem Platz im Wind der Klimaanlage oder des Ventilators gemütlich zu machen und verweilen dort gern einige Stunden. Als Halter sieht man es vielleicht auch noch als positiv an, wenn der Hund die Möglichkeit der Abkühlung nutzt und so das Risiko für einen Hitzschlag minimiert wird. Allerdings hat das Ganze zwei Seiten, denn die kühle bis kalte Luft der Klimaanlage und den Ventilatoren kann zu Nackensteifheit, Augenproblemen oder gar Atembeschwerden führen!

Klimaanlage im Auto mit Hund

Im Auto schalten wir an heißen Sommertagen gerne die Klimaanalage ein, es bringt schließlich auch schnell Abkühlung. Vor allem, wenn man seinen Hund auf der Fahrt dabeihat, kühlt sich der Wagen dank Klimaanlage schnell ab. Es ist nicht immer möglich, den Hund an Sommertagen zu Hause zu lassen, um ihm die Hitze nicht zumuten zu müssen. Man soll seinen Hund nicht im heißen Auto zurücklassen, ebenso lässt man seinen Hund im Sommer nicht in ein total aufgeheiztes Auto einsteigen. Man öffnet zuvor die Türen um für ausreichend Belüftung zu sorgen, schließlich will man einen Hitzschlag beim Hund verhindern und es ihm so angenehm wie möglich machen. Hat sich der Wagen ein wenig abgekühlt, geht’s los und dabei schalten wir die Klimaanlage ein. Die wenigsten von uns Hundehaltern werden die Temperatur bei Klimaautomatik im Innenraum um nur 2-3 Grad kühler als es Außen ist stellen.

Man will es schließlich angenehm kühl haben. Das ist auch verständlich, denn man möchte es schließlich möglichst schnell kühl haben und der Grundgedanke ist gut. Allerdings tut man seinem Hund damit keinen Gefallen. Der Kreislauf des Hundes kommt bei so einem schnellen Temperaturabfall nur schwer hinterher. Die meisten Autofahrten dauern zudem auch nicht allzu lange und wir sind an unserem Ziel angekommen und steigen schon wieder aus. Nun ist der Hund erst aus der Hintze heraus in das Auto gestiegen, dieses hat sich dank Klimaanlage schnell heruntergekühlt und muss dann wieder aussteigen, wo die Hitze lauert. Das schafft der Kreislauf eines Hundes nicht ohne weiteres und es kann zum Kreislaufkollaps kommen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, die Lüftung im Fahrzeug so einzustellen, dass der Hund möglichst nicht im Luftzug sitzt. Das verhindert Augen, Ohren und Nackenprobleme.

Im Auto kann man besser folgendes tun:

  1. Das aufgeheizte Auto einige Zeit vor Fahrtantritt öffnen und für bestmöglichen Durchzug sorgen.
  2. Bei Fahrtantritt die Klimaanlage so einstelle, dass sie den Innenraum lediglich um einige Grad im Gegensatz zur Außentemperatur abkühlt.
  3. Die Lüftung des Autos versuchen so einzustellen, dass der Hund nicht im Luftzug sitzt.
  4. Einige Minuten vor Ende der Fahrt die Klimaanlage komplett abschalten, so ist der Unterschied zur Außentemperatur nicht mehr ganz so hoch

Ventilator und Klimaanlage zuhause mit Hund

Dank Klimaanlage können wir unser zuhause schnell und einfach abkühlen. Gerne nutzen wir diese Geräte und erfreuen uns an der Abkühlung. Für Hunde ist die kalte, eigentlich angenehme Luft allerdings nicht so toll, wie für uns Menschen. Hunde finden es in vielen Fällen zwar toll es sich in der kühlen Luft bequem zu machen, jedoch ist es für den Kreislauf des Hundes eher schwierig den drastischen Temperaturunterschieden stand zu halten. Innen ist es also stets angenehm kühl und luftig, geht man aber mit ihnen raus, erwartet sie dort ein krasser Temperaturunterschied und es ist deutlich heißer. Meist gehen wir an heißen Sommertagen nur schnell das nötigste mit unseren Hunden erledigen, wir möchten ihnen schließlich nicht zumuten, bei über 30 Grad in der prallen Sonne spazieren zu gehen. Also gehen wir schnell wieder zurück ins klimatisierte Innere. Der Kreislauf des Hundes musste sich nun zweimal schnell umstellen, das ist schon eine Herausforderung für den Organismus. Genau wie im Auto können Hunde sich nicht so schnell darauf einstellen und erleiden im schlimmsten Fall einen Kreislaufkollaps!

Ein Ventilator ist da gegenüber der Klimaanlage die bessere Wahl. Dieser schafft keine so starke Abkühlung und es gilt lediglich zu beachten, den Hund vor der Zugluft zu schützen. Auch muss darauf geachtet werden, den Ventiltor nicht auf Höhe des Hundes zu platzieren, denn die empfindlichen, Ohren können in die Rotorblätter des Ventilators geraten und es kann zu Verletzungen kommen.

Warum ist eine Klimaanlage oder ein Ventilator schädlich für den Hund?

Eine Klimaanlage oder ein Ventilator sorgt für kühle Luft, das ist schließlich auch Sinn der Sache. Allerdings können die Schleimhäute dadurch austrocknen und sind somit anfälliger für Krankheitserreger. Da das Immunsystem dadurch geschwächt wird, kann es schnell zu Erkältungskrankheiten kommen, Husten und Schnupfen beim Hund können die Folge sein. Außerdem ist der meist heftige Temperaturunterschied zwischen der Innen- und Außentemperatur so krass, dass es im schlimmsten Fall zum Kreislaufkollaps beim Hund führen kann. Der Körper des Hundes ist einfach nicht auf diesen Temperaturanstieg vorbereitet und kann diesen nicht kompensieren. Wir Menschen haben schließlich teilweise schon Schwierigkeiten, wenn wir aus einem maximal abgekühlten Auto aussteigen und das Thermometer eine fast doppelt so hohe Außentemperatur anzeigt. Sollte der Hund einen Kreislaufkollaps erleiden, ist ein sofortiger Tierarztbesuch notwendig. Besonders gefährdet sind Welpen, ältere Hunde und Hunde, die ohnehin schon unter gesundheitlichen Problemen leiden.

Gibt es Alternativen?

Um dem Hund die heißen Tage so angenehm wie möglich zu gestalten, bieten sich eine Vielzahl von Produkten, die Abkühlung versprechen.

Besonders bewährt haben sich in diesen Tagen Kühlmatten, die einfach auf den Boden gelegt werden und sich bei Kontakt ein wenig, aber nicht zu viel abkühlen. Bei einer Kühlmatte kann der Hund selbst entscheiden, ob und wie lange er darauf liegen bleiben möchte. Die Kühlmatte kann auch wunderbar ins Auto gelegt werden, um dem Hund auch dort einen angenehmen Liegeplatz zu verschaffen.

Auch ein Hundeeis ist eine tolle Sache, dies kann mit wenigen Zutaten nach Belieben und den Vorlieben für den Hund zubereitet und im Eisfach gelagert werden. Besonders leicht geht das mit einem Eisbereiter, in den sich das Eis in kleinen Portionen einfrieren lässt. An Sommertagen wir ihr Hund es lieben.

Folgt uns bei Facebook

Bollerkopp - Trau dich eigensinig zu sein
Bullyclub - Rund um die Französische Bulldogge