Kastration, ein schwieriges Thema

Zur Zeit bekommt man immer wieder den Eindruck, dass es bei der Frage um die Kastration nicht mehr um das warum sondern nur noch um die Frage wann geht – und das so früh wie möglich!

Kastration, was genau wird gemacht

Rüden werden unter Vollnarkose die Hoden operativ entfernt, bei Hündinnen in der Regel die Gebärmutter und die Eierstöcke. Ist die Kastration durchgeführt worden, ist ein Hund unfruchtbar.

Bei längeren Fahrten, z.B. in den Urlaub, fahren unsere Beiden auf dem Rücksitz mit. Um die Sitzfläche zu schonen, legen wir diese mit einer einfachen Fleecedecke aus. Man kann aber auch spezielle Autoschondecken für die Rückbank nutzen, diese haben meist Löcher um den Gurt durchzuführen.
Mit einem Geschirr und einem Anschnallgurt sind unsere beiden dann bestens für die Fahrt fixiert, sodass sie nicht während der fahrt im Auto umherlaufen und sich trotzdem noch nach belieben hinlegen und auch eingeschränkt bewegen können. Die Anschnallgurtstecker sind universell passend und können in jedem Auto verwendet werden.

Gründe für eine Kastration

Eine Kastration ist erforderlich, wenn eine medizinische Indikation, also eine Krankheit die vom Tierarzt diagnostiziert wurde, vorliegt. In Ausnahmefällen, ist auch eine Kastration bei krankhaft verändertem Verhalten ratsam. Hier kann man beispielsweise einen zwanghaften, wirklich nicht anders in den Griff zu bekommenden Sexualtrieb bei Rüden nennen. Eine solche oder andere Verhaltensstörung kann nicht von einem unausgebildeten Hundehalter festgestellt werden, auch Tierärzte können eine solche Störung nur diagnostizieren, wenn diese eine Fortbildung zum Verhaltenstherapeuten haben. Ein Rüde, der bei Kontakt zu einer läufigen Hündin aufgeregt ist und in Augen seines Halters völlig durchdreht, stellt noch keine Verhaltensauffälligkeit dar, ebenso ist die tagelange Futterverweigerung bei einer heißen Hündin im Umkreis ein völlig normales Stresssymptom.

Gründe gegen eine Kastration

  • Narkoserisiko
  • OP-Risiko wie z.B. Blutungen
  • Infektionsrisiko direkt nach OP
  • Inkontinenz als Folge der Kastration
  • Bindegewebsschwäche als Folge der Kastration
  • Herztumore
  • verlängertes Knochenwachstum
  • Harnleitertumore
  • Fellveränderungen
  • gesteigerter Appetit mit Risiko von Übergewicht und Auswirkungen auf den Bewegungsapparat und noch vieles Weiteres, die Wesensänderungen mal ganz außen vor.

Jede Kastration muss eine Entscheidung sein, welche gemeinsam mit kompetenten Tierärzten sowohl dem medizinische, als auch vor dem verhaltensbedingtem Hintergrund entschieden wird. Pauschale Entscheidungen können nicht getroffen werden und sind sets falsch.

Gesetzliches

Im §6 des TierSchG steht (relevant für Kastrationen): „Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres. Das Verbot gilt nicht, wenn […] der Eingriff im Einzelfall nach tierärztlicher Indikation geboten ist oder […] zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung […] oder – soweit tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen – zur weiteren Nutzung oder Haltung des Tieres eine Unfruchtbarmachung vorgenommen wird.

2019-05-06T18:07:15+02:0025.06.2017|Ratgeber|

Kommentar hinterlassen

Wir verwenden Cookies, um einen uneingeschränkten Service zu gewährleisten. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmst Du dieser Verwendung zu. Mehr erfahren Ok