Wenn die Kröten wandern

Genauer gesagt handelt es sich um die Erdkröten, die ab März, in den ersten frostfreien Nächten und nach Einbruch der Dunkelheit und im Morgengrauen von ihren Winterquartieren zu ihren Laichplätzen wandern.

Wir Hundehalter bemerken nicht erst an den Straßenfangnetzen, dass die Kröten mal wieder wandern. Oftmals „springen“ sie uns schon auf unseren täglichen Spaziergängen über den Weg.

Was gibt es zu beachten?

Kann man die Kröten im März bei der Wanderung beobachten, ist Vorsicht geboten, denn Erdkröten stehen unter Naturschutz und sind KEIN geeignetes Spielzeug für unsere Vierbeiner! Erdkröten sondern bei Gefahr ein giftiges Sekret ab, welches unsere Hunde bei Kontakt durch Schnuppern oder Lecken aufnehmen können. Dieses giftige Sekret führt zu Vergiftungserscheinungen, wie z.B. stärkerer Speichelfluss mit Schaumbildung, pfeifender Atem, Luftnot, Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen und vermehrtes Kratzen mit Unruhe.

Was tun, wenn ein Hund eine Kröte berührt hat?

Sollte der Hund einer Kröte zu nahegekommen sein, muss als erste Maßnahme sofort das Maul mit Wasser gespült werden und wenn möglich gekühlt werden. Treten trotzdem Vergiftungserscheinungen auf, muss direkt ein Tierarzt aufgesucht werden, dieser kann direkt Maßnahmen ergreifen, um schlimmeres zu verhindern. Bei kleinen Hunderassen, Welpen und älteren Tieren führt das vermehrte speicheln zu Krämpfen und letzten Endes nicht selten zum Tod des Tieres. Beißt oder verschluckt der Hund eine Erdkröte, führt dieses ebenfalls häufig zum Tod des Tieres. Um unsere Vierbeiner und auch die heimischen Erdkröten zu schützen empfiehlt es sich, die für die Krötenwanderung bekannten Gebiete in dieser Zeit zu meiden.

Symptome die das Gift einer Erdkröte beim Kontakt zum Hund auslöst

Eine Erdkröte schützt sich durch Absonderung eines, besonders für Hunde, giftigen Sekrets vor Fressfeinden. Hier reicht der bloße Kontakt manchmal schon aus, um Vergiftungserscheinungen hervorzurufen. Symptome können sein:

  • Reibt sich mit den Pfoten das Maul
  • Reibt den gesamten Kopf am Boden, z.B. Teppich
  • Vermehrter Speichelfluss mit Schaumbildung
  • Pfeiffender Atem
  • Atemnot
  • Muselkrämpfe
  • Herzrhytmusstörungen
  • Kreislaufstörungen
  • Geschwollene Augen
  • Unruhezustände

Was man über die Erdkröte wissen muss

Die knapp elf cm großen, bräunlich gefärbten und mit einer Vielzahl von Warzen übersäten Erdkröten gehören zu denen in Europa am häufigsten vertretenen Amphibienarten und sind auf fast dem gesamten Kontinent zu finden.

Lebensraum

Im Grunde findet man sie überall dort, wo man auch Wasser findet, wie z.B. an Teichen, Seen, Bächen oder Flüssen.

Verbreitung

Wie schon erwähnt, ist sie fast überall auf unserem Kontinent anzutreffen und ist die mit am weitesten verbreitete Amphibienart Europas. Lediglich im äußersten Norden Skandinaviens und Islands ist sie nicht popularisiert.

Fortpflanzung

Wenn die frostigen Nächte vorüber sind, begibt sich die Erdkröte ab etwas März auf Wanderschaft. Die Kröten wandern zu ihren Laichgewässern, das meist synchron. Häufig sind bereits verkuppelte Paare zu beobachten, bei denen die weibliche Erdkröte die männliche huckepack zum Laichgewässer trägt. Die weiblichen Kröten legen dort Laichschüre mit bis zu 6.000 Eiern ab.

Gefährdung

Die Bestände der Erdkröte sind durch eine Vielzahl von Umwelteinflüssen gefährdet. Dazu zählen die Zuschüttung von Gewässern, einbringen von Abfall, Düngemittel und Umweltgifte. Der Straßenverkehr birgt jedoch die größte Gefahr für die Kröte, auf Wanderschaft kommt es nicht selten zu überfahren der Kröten die über die Straße wandern. Aus diesem Grund werden Jahr für Jahr bei Straßen die bekannten Krötennetze an den typischen Wanderwegen der Kröten installiert. Diese Netze können die Kröten nicht ohne weiteres überwinden und so sammeln sich davor, wo sie von Menschen eingesammelt und auf die andere Straßenseite getragen werden. Die Erdkröte genießt den Status „Besonders Geschützt“ durch das Naturschutzgesetzt und die Bundesnaturschutzverordnung in Deutschland und darf somit nicht gefangen, verletzt oder getötet werden.

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